Neue Burg Hamburg

Ausgrabungen Neue Burg in Hamburg 2015

Hamburger Archäologen untersuchen die Wallanlagen der Neuen Burg aus dem 11. Jahrhundert

Eine Besichtigung der Ausgrabungsstätte am Hamburger Hopfenmarkt

Der Abriss eines Geschäftsgebäudes am Hopfenmarkt/ Ecke Hahntrapp brachte ihn ans Tageslicht: einen Teil der Wallanlage der Neuen Burg, die auf der vom Nikolaifleet umgebenen Landzunge zu Beginn des 2. Jahrtausends errichtet wurde. Die Neue Burg gilt als Keimzelle der Kaufmannsstadt Hamburg, die hier als Neustadt und Pendant zur erzbischöflichen Altstadt im Bereich des heutigen Domplatzes entstand.

Wir hatten die Möglichkeit, an einem strahlenden Sonnentag im März 2015 an einer Vorortbesichtigung unter Führung einer Archäologin teilzunehmen. Vor der eigentlichen Begehung des ca. 300 m2 großen Geländes gab es einen kurzen Vortrag zur Geschichte Hamburgs und zu den gewonnenen Erkenntnissen der Fachleute.

Neue Erkenntnisse zur Hamburger Geschichte

Danach wurde die Neue Burg nicht, wie bisher angenommen, vom Billungerherzog Ordulf um 1061 errichtet sondern 37 Jahre zuvor von seinem Vater, Bernhard II. In der Baugrube fanden die Archäologen gut erhaltene Eichenstämme vor. Der Fällzeitraum der Eichen wurde auf den Winter 1023/1024 datiert. Die Archäologen gehen davon aus, dass man die Baumstämme nicht lange lagerte und zügig für den Bau der Wallanlage verwendete. Gleichzeitig geht man nun aufgrund der zeitlichen Zusammenhänge davon aus, dass es die Alsterburg nie gegeben hat, die nach schriftlichen Überlieferungen ebenfalls von Bernhard II gebaut wurde.   

Die Ausgrabungen geben Aufschluss über die Konstruktion des Walles, der eine Tiefe von 17 Metern und eine Höhe von 6 Metern hatte. So wurde aus dem Eichenholz ein kistenförmiges Gerüst geformt, das mit Kleiboden verfüllt wurde und dem Wall die Stabilität gab.

Ebenfalls zu Tage kamen Fundamente der ersten Nikolaikirche aus dem 13. Jh., die dem Großen Brand im Jahr 1842 zum Opfer fiel.

Bis Juni 2015 haben die Archäologen Zeit, ihre Untersuchungen abzuschließen. Dann beginnt der Neubau des Kontorhauses Handelsreich.

Fotos von der Ausgrabungsstätte:

  • Hopfenmarkt nach 1843Hopfenmarkt nach 1843
  • Lage des BurgwallsLage des Burgwalls
  • AusgrabungsgebietAusgrabungsgebiet
  • GrabungsfeldGrabungsfeld
  • Wallschichten, Wallhölzer, WallfußWallschichten, Wallhölzer, Wallfuß
  • Eichenstamm aus dem Jahr 1023Eichenstamm aus dem Jahr 1023
  • Wall AußengrenzeWall Außengrenze
  • Zeichen einer SturmflutZeichen einer Sturmflut
  • WallkonstruktionWallkonstruktion
  • FundgrubeFundgrube
  • WallhölzerWallhölzer
  • AstbündelAstbündel
  • Aushub KleiebodenAushub Kleieboden
  • Fundament St. Nikolai 14. Jh.Fundament St. Nikolai 14. Jh.
  • KirchenfundamentKirchenfundament
  • WallkonstruktionWallkonstruktion
  • Vorsicht KampfmittelVorsicht Kampfmittel
  • Hamburg 1641Hamburg 1641

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Interessante Links zu den Ausgrabungen Neue Burg:

→ Archäologisches Museum Hamburg→ Archäologisches Museum Hamburg

Literatur Zur Neuen Burg:

Aus dem Buch Hamburgische Geschichten und Sagen von Dr. Otto Beneke (1886)

Kapitel 13. Drei Burgen in Hamburg

Um 1060 gab es drei große Burgen in Hamburg, worüber sich wohl etwas sagen lässt.

Bezelin Alebrand, ein Canonicus von Köln am Rhein, war um Weihnacht 1035 von sieben sächsischen Bischöfen mit großer Pracht als Erzbischof von Hamburg geweiht und vom Kaiser bestätigt, worauf ihm der Papst den Mantel seiner Würde sandte. Er war ein guter, frommer Herr, der die Stadt Hamburg lieb hatte und ihr gern nach den erlittenen schweren Kriegsnöten wieder aufhelfen wollte. Er erbaute vor allen Dingen anno 1037 statt des bisherigen, vom Erzbischofe Unwannus vorläufig aus Holz erbauten, einen neuen prächtigen Dom, völlig aus Quadersteinen gemauert. Daneben aber errichtete er südlich vom Dom, wo damals ein Arm der Elbe vorbei floss (der bei nachmaliger Vergrößerung der Stadt als Fleet benutzt wurde), eine feste, wohlverwahrte Burg, ihrer Pracht wegen auch Palatium oder Palast, zu Deutsch Pfalz genannt. Hier war seine erzbischöfliche Residenz. Man nannte sie auch die Wiedenburg, von den vielen Weiden, die damals an den sumpfigen Ufern der Elbarme wuchsen. Es war mit seinen Höfen und Türmen ein großes, weitläufiges Gebäude, welches die ganze Gegend der heutigen Straßen Schopenstehl und Kleine Reichenstraße einnahm, vom Domstegel an bis zur Kattrepelsbrücke und Hopfensack; und die letztere Gegend wurde noch vor 100 Jahren vom Volke die Wiedenburg genannt, wie hie und da z.B.im Hypothekenbuche noch jetzt. Das war die eine Burg. Und Bezelin Alebrand umgab auch die inzwischen von Neuem aufgeblühte und bei lebhaftem Handel stets zunehmende Stadt Hamburg mit guten Wehr-Anstalten gegen die Raubzüge und Heerfahrten der Normannen und anderer See- und Land-Räuber, nämlich mit einer starken Mauer, darin drei Tore waren mit drei festen Türmen darüber oder daneben und auf diese drei Türme mag wohl das erst später entstandene hamburger Stadtwappen deuten sollen. Hernach baute er noch neun solcher Zwingtürme, sodass zusammen ihrer zwölf zur Verteidigung der Stadt dienten. Von diesen sollten innehaben, besetzen, bewachen und verteidigen: den Ersten, der Bischof und seine Leute, den Zweiten, der Advocatus oder Vogt des herzoglichen Handelsherrn, den Dritten, der Dom-Probst, den Vierten, der Dom-Dechant, den Fünften, der Dom-Scholaster, den Sechsten, die übrigen Domherren und Bizarien (woraus man sieht, dass dazumal die Geistlichen auch starke Kriegsleute waren und das Schwert nicht minder als das Räucherfass zu schwingen verstanden). Die sechs übrigen Türme waren aber in den Händen der Bürger und denselben anvertraut, deren Zahl und Wehrhaftigkeit also damals nicht größer gewesen sein muss als die der gesamten Geistlichkeit und der Vogtsleute.

Die zweite Burg baute der Sachsen-Herzog Bernhard II. an der anderen Seite des Doms, mehr dem Alsterflusse zu, nach einigen da, wo hernach der Schauenburger Hof an der Steinstraße gewesen, nach anderen etwa da, wo vor dem Feuer von 1842 das alte Zuchthaus gestanden hat und jetzt die Hermann- und Ferdinandsstraße zusammentreffen. Einige sagen, dies sei auch ungefähr die Stelle gewesen, wo Karl der Große seine Hammaburg gebaut habe. Diese Burg wurde des Herzogs Pfalz und Residenz, wenn er nach Hamburg kam, was oft geschah, da er die fleißigen und tapferen Hamburger gern hatte. Als das Geschlecht der Schauenburger das holstein´sche Land bekam, da hat Adolf´s I. diese inzwischen verfallene Burg neu erbaut und befestigt und als Witwensitz bewohnt mit ihrer Schwiegertochter, des Grafen Hartung Witwe. Darauf aber im zwölften Jahrhundert ist die Burg von Heinrich, Grafen von Badewide, wiederum zerstört worden. Dann ist die Stadt an dieser Seite mit einem starken Wall befestigt, darin ein Tor war, um die Alsterschiffer einzulassen. Der Wall hieß der Heidenwall, und bis 1842 wurde im Stadt-Erbebuch diese Gegend beim Zucht- und Spinnhause, dabei auch der Marstall E. H. Raths lag, „beim Heidenwall“ genannt, das Tor aber hieß das Alstertor, wie noch jetzt die in der Gegend befindliche Straße. „Heidenwall“ aber hieß jene Befestigung, weil der Sage nach an dieser Stelle bei Erbauung der Stadt ein Götzenbild oder sonstiges Heiligtum unserer im altgermanischen Heidenwesen befangenen Vorfahren, und zwar inmitten eines großen bis zur Alster gehenden Haines, gestanden haben soll.

Die dritte Burg baute Bernhards Nachfolger, der Herzog Ordulf, aus Vorsicht, weil er den Erzbischof Adalbert, welcher damals in der Wiedenburg saß und mit großen Erweiterungen seiner weltlichen Macht umging, dadurch im Zaum zu halten gedachte. Er baute sie südwestlich außerhalb der Stadt, an einem Elbarme, und nannte sie die „Neue Burg“. Und was dort umher gebaut wurde, nannte man die Neustadt, darin also der Herzog residierte, wie der Erzbischof in der Altstadt; und wie ihre Herzen, so waren auch die Wohnsitze getrennt voneinander. Die hat fast 100 Jahre dort gestanden, und danach, als der dritte Adolf aus dem Hause Schauenburg regierte, hat er die Burg dem Bürgermeister Mirad gegeben, damit sie löblichen Commercio zum Besten abgebrochen und den Kaufleuten zu Wohnungen und Speichern verliehen würde, wie auch geschehen. Und der Name dieser Gasse: „Bei der Neuen Burg“ pflanzte ihr Andenken fort, und auch das Feuer von 1842 hat weder den Namen dieser Straße, noch ihre krumme Gestalt, daran sich die Form des Kastells erkennen lässt, vernichten können.

Das vollständige Buch Hamburger Geschichten und Sagen wurde von VIA DA VINCI.dialog als eBook veröffentlicht. 

 

→ Citytouren und Sehenswürdigkeiten in Hamburg 

 

 

Citytour Hamburg - eine Barkassenfahrt durch Hamburgs Fleete

Unsere Barkassenfahrt beginnt am Jungfernstieg (01). Auf der Binnenalster (02) haben wir einen wunderbaren Blick auf die Lombardsbrücke. Wir steuern die Reesendammbrücke an, im Hintergrund zu sehen: das Hamburger Rathaus (03), und fahren unter der Reesendammbrücke hindurch (04).

 Die Traditionsbarkasse St. Georg  Reger Barkassenverkehr auf der Binnenalster  Fahrt Richtung Reesendammbrücke - im Hintergrund das Hamburger Rathaus

 

Wir gelangen zur Kleinen Alster (05). Hier tummeln sich gerne die berühmten Alsterschwäne und auf den Alstertreppen die Touristen. Nachdem wir die Rathausschleuse passiert haben, "schippern" wir auf dem Alsterfleet (06).

Wir fahren von der Binnenalster auf die Kleine Alster  Auf der Kleinen Alster tummeln sich gerne die Alsterschwäne   Auf dem Alsterfleet hinter der Rathausschleuse

 

An der Stadthausbrücke (07). Zwischen den Pfeilern des roten Backsteingebäudes im Vordergrund, ist das Görtzpalais am Neuen Wall zu sehen. Es gehörte zum ehemaligen Stadthaus, das im Dritten Reich Sitz der Gestapo-Zentrale in Hamburg war.

Die Brücke im Hintergrund ist die Heiligengeistbrücke (08), erbaut 1883 bis 1885 und benannt nach dem Heiligen-Geist-Hospital, das hier in der Nähe stand. Links sehen wir das Hotel Steigenberger.

Wir befinden uns immer noch auf dem Alsterfleet und passieren die Schaartorschleuse (09). Das Schaartor war eines der zehn mittelalterlichen Stadttore Hamburg.

Bei der Stadthausbrücke nahe Neuer Wall. Links schaut der Görtzpalais durch die Backsteinstreben des Hotels Steigenberger  Wir passieren das Hotel Steigenberger - im Hintergrund liegt die Heiligengeistbrücke  In der Schaartorschleuse

 

Nachdem wir die Schaartorschleuse passiert haben, erreichen wir den Binnen- oder Niederhafen (10). Hier liegen Sportboote, Segelschiffe und Barkassen. Der Binnenhafen war vor der Eröffnung des Sandtorhafens im Jahre 1866, der bedeutendste Warenumschlagsplatz Hamburgs.

Wir sind gerade in den Kehrwiederfleet eingebogen, dem Tor zur Speicherstadt. Das Gebäude dort oben, auf der Kehrwiederspitze, ist die Hafenpolizeiwache 2 (11), bundesweit bekannt geworden durch die Fernsehsendung "Notruf Hafenkante". Die Brücke ist die Niederbaumbrücke - nach rechts geht’s Richtung Baumwall, nach links Richtung HafenCity.

Fahrt durch den Kehrwiederfleet/ Wandrahmsfleet (12). Im Hintergrund sehen wir die Kibbelstegbrücken, die die HafenCity mit der Innenstadt verbinden.

Wir verlassen das Alsterfleet, im Hintergrund erblicken wir die Katharinenkirche  Einfahrt in den Kehrwiederfleet, vorbei an der Hafenpolizeiwache und die Niederbaumbrücke  Auf dem Kehrwiederfleet

 

(13) Fassadenansicht in der Speicherstadt und (14) Giebeltürmchen der Speicher am Wandrahmsfleet.

Das Wasserschlösschen (15) zwischen dem Wandrahmsfleet rechts und dem Holländischbrooksfleet links. Das Gebäude diente im 19. Jahrhundert als Wohn- und Werkshaus für die Windenwärter. Mit Hilfe von Winden wurden Güter in die Speicher transportiert, denn es gab seiner Zeit keine Lastenaufzüge. Die Winden mussten dementsprechend gewartet werden. So war im Wasserschloss auch eine Schmiede untergebracht.

Die typischen Fassaden der Speicher  Filigrane Giebeltürmchen am Wandrahmsfleet  Das Wasserschloss zwischen Wandrahmsfleet und Holländischbrookfleet

 

Durch den Oberhafen (16) geht es an den Deichtorhallen vorbei (17), hinein in den Ericusgraben. Von hier aus haben wir einen Blick auf das „Rathaus der Speicherstadt“ (18), dem Hauptgebäude der HHLA (Hamburger Hafen- und Lagerhaus Gesellschaft).

Im Oberhafen  Die Deichtorhallen, urspr. als Markthallen auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Bahnhofs erbaut.  Das "Rathaus" der Speicherstadt, Sitz der HHLA

 

Wir passieren das Internationale Maritime Museum (19), den ehemaligen Kaispeicher B, dem ältesten erhaltenen Speicher der Speicherstadt.

Wir biegen in den Magdeburger Hafen ein, werfen einen ersten Blick auf die (20) Elbphilharmonie und genießen anschließend typisches Hamburger Hafenambiente (21,22,23)

Internationales Maritimes Museum im ehemaligen Kaispeicher   Die Elbphilharmonie   Entlang der Kais des Hamburger Hafens

Blick von der Barkasse auf die riesigen Containerschiffe    Entlang der Kaianlagen   Wir passieren den Strandkai hier stand bis Ende der 80er Jahre das Hamburger Gaswerk

 

Wir fahren am Strandkai vorbei und werfen einen Blick auf das preisgekrönte Unileverhaus und den Marco-Polo-Tower (24). Die Spitze des Strandkais ist nach wie vor unbebaut.

Vorbei an der Elbphilharmonie (25), die auf den Grundmauern, des ehemaligen Kaiserspeichers oder Kaispeichers A steht, biegen wir in den Sandtor- oder Traditionsschiffhafen ein. Der Sandtorhafen wurde 1866 eröffnet und galt damals als einer der schnellsten und modernsten Waren-Umschlagsplätze der Welt. Der Bereich rund um den Sandtorhafen (26) war 2003 der erste fertiggestellte Bereich der neuen HafenCity.

Elbphilharmonie   Viel Betrieb im Niederhafen   Traditionsschiffe im Sandtorhafen

 

Heute ist er Liege- und Ankerplatz für Traditionsschiffe wie das Feuerlöschboot Repsold, Baujahr 1941 oder das Dampfschiff Schaarhörn aus dem Jahre 1908.

Mit einem letzten Blick auf die Elbphilharmonie (28) geht es nun wieder zurück Richtung Jungfernstieg.

                                 Elbphilharmonie 

 

Citytouren in Hamburg auf einen Blick:

→ Citytour Hamburg: Hamburger Sehenswürdigkeiten und Attraktionen 

 

 

 

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Citytour Hamburg: Der Jungfernstieg

Citytour Hamburg: Der Jungfernstieg

Geschichte des Jungfernstiegsjungfernstieg

Der Jungfernstieg liegt zwischen der Binnenalster und der Hamburger Innenstadt. Die breite Straße mit der großzügigen Promenade war ursprünglich ein schmaler Damm. Dieser Damm wurde im Jahre 1245 durch den Alsterfluss geschüttet, um ihn zu Mühlzwecken aufzustauen. Er hieß der Reesendamm nach dem Müller Reese, dem Pächter der Mühle. Binnen- und Außenalster, die durch diese Aufstauung entstanden, sind also ursprünglich nichts weiter als ein großer Mühlenteich. Vorher hatte sich der Alsterfluss durch sumpfige Wiesen geschlängelt.

Der Reesendamm war durch drei Tore geschützt. Das innere, das mittlere und äußere Dammtor, die ungefähr dort lagen, wo jetzt die Alsterarkaden, der Neue Wall und der Neue Jungfernstieg abgehen. Neben dem äußeren Tor lag ein großer Turm, der „Isern Hinnerk, nach dem der Gänsemarkt ursprünglich „der Markt bei dem Isern Hinnerk“ genannt wurde.

Als nun zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges die Festungswerke erweitert wurden, verlegte man das Dammtor in die Gegend des heutigen Botanischen Gartens. Der Reesendamm wurde verbreitert, mit Bäumen bepflanzt, mit einer Reihe schöner Häuser bebaut und so allmählich der beliebteste Spazierweg der Hamburger, besonders der jungen Mädchen oder Jungfern. Man nannte den Reesendamm daher im Scherz wohl den Jungfernstieg, bis sich dieser Name so einbürgerte, dass er den alten verdrängte.

Den Namen Reesendamm trägt jetzt die nach dem Großen Brand 1842 neu aufgeschüttete Straße an der Kleinen Alster. Die Bogenbrücke zwischen Binnenalster und Kleiner Alster, wo einst die Mühlen gestanden haben, heißt Reesendammbrücke.

Jungfernstieg und Alsterpavillonalsterpavillon aussenbestuhlung

Vom Jungfernstieg zweigen außer den Alsterarkaden noch zwei Straßen ab, der Neue Wall und die Großen Bleichen. Zwischen dem Neuen Wall und den Großen Bleichen geht es auf breiten Treppen hinab zu den Schiffsanlagen für die Alsterbarkassen. Den großen Bleichen gegenüber liegt der Alsterpavillon, ein Restaurant mit vielen Außenplätzen sowohl zur Binnenalster als auch zum Jungfernstieg hin. Zwischen den Stühlen und Tischen stehen in großen Kübeln Palmen und Grünpflanzen.

Den ersten Alsterpavillon ließ ein Französischer Flüchtling im Jahre 1799 erbauen. Seitdem ist er mehrfach umgebaut worden. In den 1920er und 1930er Jahren fanden hier ausgelassene Swing-Partys statt.
Die prachtvollen Häuser, die hier am Jungfernstieg stehen, wie der Hamburger Hof, das Alsterhaus, das Heine Haus und das Streit´s Haus, enstanden erst Mitte bis Ende des 19. Jh. Zuvor zerstörte der Große Hamburger Brand von 1842 innerhalb von 3 Tagen fast die gesamte Innenstadt und eben auch die Häuserreihe am Jungfernstieg.

Karte Hamburg: Jungfernstieg - Binnenalster www.openstreetmap.org

jungfernstieg openstreetmap 

 

 

 

 

Vom Jungfernstieg in die HafenCity

Eine VIA DA VINCI-CityTour im Kindle Format

Nur 900 Meter, normalerweise eine Viertelstunde Fußweg, liegen zwischen dem Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt und der HafenCity. Und allein schon dieser knappe Kilometer hat es in sich, es gibt viel zu entdecken und anzuschauen, um Hamburgs Entstehungsgeschichte mit der neuesten Stadtentwicklung zu verstehen.VIA DA Vinci City Tour in the Kindle Format

Just 900 meters, normally a fifteen minute walk, lie between the Jungfernstieg in Hamburg's city center and the port city. And if only this terse kilometers has it all, there is much to discover and to look to understand the genesis of Hamburg's latest urban development.

VIA DA VINCI-CityTours hat für Sie auf diesem Spaziergang eine eigene Auswahl von Orts- und Gebäudebeschreibungen zusammengestellt, so können Sie vor Ihrem inneren Auge eine Verbindung schaffen zwischen dem uralten Hamburg und den städtebaulichen Veränderungen bis heute. Ein kurzer Querschnitt durch mehr als 1000 Jahre Stadtentwicklung.

Unsere Bildergalerie vermittelt Ihnen vorab ein paar Eindrücke. Unsere CityTour  Vom Jungfernstieg in die Hafencity steht  als Kindle-Edition auf Amazon zum Download bereit. Das Kindle App ist auch für Smartphones und Tablet PC´s verfügbar. Einfach herunterladen und losmarschieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei unserem Pilotprojekt Hamburg CityTour vom Jungfernstieg in die HafenCity! Mailen Sie uns, wie Ihnen unsere Auswahl gefallen hat oder senden Sie weitere Vorschläge und Wünsche an unsere Kontaktadresse.

 Über Kindle: Kindle ist das eBook Format von Amazon. Wir haben uns dafür entschieden, unsere City-Touren im Kindle eBook-Format zu erstellen, da die Firma Amazon Kindle-Applikationen für Smartphones und Tablet-PC´s zur Verfügung stellt. Diese Apps können auf dem gewünschten Gerät installiert werden.  Beim Kauf der Stadtführung über den Shop von Amazon kann ausgewählt werden, auf welches Gerät die Tour heruntergeladen werden soll. So sind sie flexibel und können die Tour zum gewünschten Zeitpunkt auf ihrem Gerät aufrufen. → Link zu den Gratis Kindle-Apps für PC, Smartphone und Tablet-PC


→ English Version of our Kindle Citytour From Jungfernstieg to the HafenCity

Ein Auszug der Sehenswürdigkeiten unserer CityTour Hamburg: Vom Jungfernstieg in die Hafencity:

  • Die PetrikircheDie Petrikirche
  • Der PlanDer Plan
  • Der DomplatzDer Domplatz
  • Bürgerhäuser BrandstwieteBürgerhäuser Brandstwiete
  • Das AfrikahausDas Afrikahaus
  • Das ZollmuseumDas Zollmuseum
  • Das FleetschlösschenDas Fleetschlösschen
  • Bürgerhäuser im SchopenstehlBürgerhäuser im Schopenstehl
  • Der ZollkanalDer Zollkanal
  • Das Maritim MuseumDas Maritim Museum
  • Die Kleine AlsterDie Kleine Alster
  • Speicherblock PSpeicherblock P
  • Das Maritim MuseumDas Maritim Museum
  • Der BallindammDer Ballindamm
  • Der Löwenkopf-TürknaufDer Löwenkopf-Türknauf
  • Das Heine HausDas Heine Haus
  • Holländischer BrookHolländischer Brook
  • Der JungfernstiegDer Jungfernstieg
  • Der AlsterpavillonDer Alsterpavillon
  • Hamburger Hof, Heine Haus und Streit'sHamburger Hof, Heine Haus und Streit's
  • KaffeespeicherKaffeespeicher
  • Die KornhausbrückeDie Kornhausbrücke
  • Das AlsterhausDas Alsterhaus
  • Hauptverwaltung HHLAHauptverwaltung HHLA
  • ÜberseequartierÜberseequartier

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Citytour Hamburg

→ Hamburger Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

 

 

 

 

 

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